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Dach

Das Dach ist das einzige Gewerk, bei dem du auch für die Tage zahlst, an denen nicht gearbeitet wird. Das Gerüst steht und rechnet weiter, auch wenn es schüttet.

Wie wird abgerechnet

Die Dachfläche geht in Quadratmetern, Rinnen und Anschlüsse in laufenden Metern, Dachfenster und Lüfter nach Stück, der Abriss der alten Deckung pauschal. Das Gerüst ist eine eigene Position — einmal nach Fläche, einmal nach Standzeit. Jede Position hat ihre eigene Einheit, also sieht das Angebot so aus, wie du auf dem Dach rechnest, und nicht wie eine Tabelle aus dem Büro. Flächen und Kubaturen rechnest du im Programm selbst aus: du gibst die Maße Dachfläche für Dachfläche ein, benennst jede Messung auf deine Art, und die Summe wandert als fertige Position samt Aufstellung ins Angebot — man sieht, woher die Zahl kommt.

Was auf dem Papier verloren geht

Bei dir gehen keine Meter und kein Material verloren — es gehen TAGE verloren. Das Gerüst ist für zwei Wochen gemietet und steht fünf, weil es dreimal geregnet und einmal gestürmt hat. Niemand schreibt das auf, denn „Wetter ist Wetter". Das Gerüst aber zählt jeden Tag mit, auch den, an dem niemand hinaufgestiegen ist. Dazu kommt: Ausfallgeld für witterungsbedingte Ausfälle gibt es nur von April bis November und höchstens für 53 Stunden im Jahr je Arbeitnehmer. Alles darüber bleibt beim Betrieb — leise, ohne Rechnung, ohne Spur.

Rechne selbst, was es kostet

Nimm deinen Gerüstpreis und multipliziere ihn mit den Tagen, um die sich der letzte Auftrag gezogen hat. Rechne die Tagelöhne der Leute dazu, die unter dem Dach herumstanden, und zieh die 53 Stunden ab, die die Kasse trägt. Der Rest ist dein Geld — und zwar nicht für einen Fehler, sondern für Regen. Rechne es für die letzten drei Dächer noch einmal. Diese Zahl ist meistens größer als das Programm im ganzen Jahr kostet.

Fünf Minuten am Tag

Abends, wenn du vom Dach runter bist: trag deine Stunden und die deiner Leute ein, mach ein Foto vom Zustand der Fläche, buche das Material aus dem Lager auf diesen Auftrag. Die Fotos bleiben am Auftrag und liegen dort auch in drei Jahren noch, wenn der Kunde fragt, wie die Schalung vor dem Austausch aussah. Mehr nicht. Den Rest macht das Programm.

Worauf das Programm für dich achtet

Ein Wartungsvertrag für Dachkontrollen schreibt sich von selbst in Termine um — das Programm zeigt, was in den nächsten Monaten ansteht und bei wem, und macht mit einem Klick einen Auftrag daraus. Es achtet auch auf die Gewährleistung: bei Arbeiten nach VOB/B rechnet es sie ab der Abnahme, du weißt also, bis wann du für das Dach geradestehst. Und auf die Umkehr der Steuerschuld nach §13b, wenn du für einen anderen Baubetrieb arbeitest.

Zum Jahresende

Alles, was du abends eingetragen hast, ist schon gerechnet: Umsatz, Material, Gerüst, die Stunden deiner Leute, die Kilometer. Die Jahresabrechnung setzt sich von selbst zusammen, und du schaust auf eine fertige Zahl, statt Belege aus der Fahrerkabine zu klauben.

Der Schlüssel ist, die Daten regelmäßig einzutragen — ein sofort notierter Stilltag und ein Foto vom Dach zählen mehr als das beste Programm.