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Elektro

Die Arbeit ist nicht fertig, wenn es leuchtet — sondern wenn das Protokoll da ist. Ohne das gilt die Prüfung als nicht durchgeführt, und du haftest persönlich.

Wie abgerechnet wird

Die neue Anlage läuft pauschal oder nach Positionen, die Störung nach Stunden, die Wiederholungsprüfung zum eigenen Satz — je Punkt oder je Gerät. Dazu Anfahrt und Material: Kabel nach Metern, Dosen und Sicherungen nach Stück, und die Messungen selbst. Jede Position hat ihre eigene Einheit — Angebot und Rechnung sehen so aus, wie du auf der Baustelle rechnest, nicht wie eine Tabelle aus dem Büro. Flächen und Kubaturen rechnest du im Programm selbst aus: du gibst die Maße Trassenlängen und Raumflächen ein, benennst jede Messung auf deine Art, und die Summe wandert als fertige Position samt Aufstellung ins Angebot — man sieht, woher die Zahl kommt.

Was in den Papieren untergeht

Bei dir geht kein Meter und keine Stunde verloren — es geht das Papier verloren. Das Protokoll ist Pflicht und muss alles enthalten: Besichtigen, Erproben, Messen, Messwerte mit Grenzwerten, die Nennung der Norm und deine Qualifikation. Fehlt eines davon, gibt es keinen Nachweis. Ohne Protokoll gilt die Prüfung für Behörde, Versicherung und Gericht als nicht durchgeführt — auch wenn die Anlage einwandfrei ist. Das Zweite sind die Fristen: die Wiederholungsprüfung kommt wieder, und mit ihr der Umsatz, an den jemand denken muss.

Rechne selbst, was es kostet

Wie viele Protokolle vom letzten Jahr findest du in fünf Minuten? Nicht „liegen irgendwo" — finden und zeigen. Wie viele davon hat der Kunde schriftlich bekommen? Und jetzt zähl die Anlagen von vor einem Jahr, die auf die Wiederholungsprüfung warten und an die niemand erinnert hat. Jede davon ist ein Auftrag, der von allein zurückkommt — vorausgesetzt, jemand führt den Kalender.

Fünf Minuten am Tag

Stunden auf den Auftrag, Material aus dem Lager auf denselben Auftrag, und Protokoll wie Fotos lädst du als Dateien zum Auftrag hoch — mit dem Haken, dass der Kunde sie in seinem Portal sehen soll. Dann liegt das Papier nicht im Auto und nicht im Mailpostfach, sondern bei der Arbeit, zu der es gehört. In zwei Jahren, wenn jemand fragt, öffnest du den Auftrag und nicht den Ordner.

Worauf es für dich aufpasst

Den Wartungsvertrag führst du mit monatlichem, vierteljährlichem, halbjährlichem oder jährlichem Intervall — mit Vergütung je Termin oder als Jahrespauschale, mit vereinbarter Reaktionszeit bei Störungen und Unterschriften beider Seiten. Arbeitest du für einen Generalunternehmer, stellt das Programm die Umkehr der Steuerschuld nach §13b selbst ein und achtet auf deine gültige §48b-Bescheinigung: ohne sie muss dein Auftraggeber 15 Prozent einbehalten und ans Finanzamt abführen.

Zum Jahresende

Gestellte Rechnungen, gesammelte Belege und ausgegebenes Material laufen ohne Abtippen in die EÜR und in die Umsatzsteuer-Voranmeldung. Rechnungen mit Umkehr der Steuerschuld landen von allein in den richtigen Feldern — genau dort passieren die meisten Fehler.

Der Schlüssel ist, die Daten regelmäßig einzutragen — ein Prüfprotokoll, das gleich nach der Messung am Auftrag hängt, zählt mehr als das beste Programm.