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Fliesen

Fliesen rechnest du in Quadratmetern ab. Schief geht die Rechnung selten an den Metern — sondern an allem, was dazwischen dazukommt.

Wie abgerechnet wird

Wand und Boden in Quadratmetern, Sockel und Profile in laufenden Metern, das Abschlagen alter Fliesen meist pauschal, Nacharbeiten nach Stunden. Jede Position hat ihre eigene Einheit — dein Angebot sieht so aus, wie du auf der Baustelle rechnest, nicht wie eine Tabelle aus dem Büro. Flächen und Kubaturen rechnest du im Programm selbst aus: du gibst die Maße Wand für Wand und Boden für Boden ein, benennst jede Messung auf deine Art, und die Summe wandert als fertige Position samt Aufstellung ins Angebot — man sieht, woher die Zahl kommt. Öffnungen zieht das Programm nicht ab, das bleibt bei dir.

Was in den Papieren untergeht

Beim größeren Bad gehen die Zuschläge verloren: Mosaikformat, Gehrungsschnitte, Untergrund ausgleichen, Schuttentsorgung. Was nicht im Angebot steht, steht später nicht auf der Rechnung — und nach drei Monaten weiß niemand mehr, was im Preis war. Dazu die Abschläge: bei Aufträgen über Wochen müssen sie in der Schlussrechnung auf den Euro genau abgezogen werden.

Rechne selbst, was es kostet

Nimm das letzte Bad. Untergrund ausgleichen, Gehrungsschnitte, Schuttentsorgung, die Fahrt zum Händler — wie viel davon stand im Angebot? Jede dieser Positionen hat einen Preis, den du auswendig kennst. Multipliziere ihn mit der Zahl der Bäder, die du dieses Jahr gemacht hast. So viel kostet eine Zeile, die gefehlt hat. Niemand hat dir das Geld weggenommen — du hast nie danach gefragt.

Fünf Minuten am Tag

Morgens schaust du, was heute ansteht. Abends trägst du die Stunden ein und fotografierst den Beleg für den Kleber. Mehr nicht. Daraus wird das Angebot, aus dem Angebot der Auftrag, aus dem Auftrag die Abschläge und daraus die Schlussrechnung — jede holt sich die Daten aus der vorherigen, du tippst nichts zweimal. Es geht nicht darum, im Programm zu sitzen. Es geht darum, sonntags nicht in den Papieren zu sitzen.

Worauf es für dich aufpasst

Arbeitest du für einen Generalunternehmer, stellt das Programm die Umkehr der Steuerschuld nach §13b selbst ein und achtet auf deine gültige §48b-Bescheinigung — ohne sie muss dein Auftraggeber 15 Prozent einbehalten und ans Finanzamt abführen. Das ist keine Kleinigkeit: Es ist dein Geld, das beim Finanzamt liegt, bis der Zettel wieder da ist.

Zum Jahresende

Gestellte Rechnungen und gesammelte Belege laufen ohne Abtippen in die EÜR und in die Umsatzsteuer-Voranmeldung. Rechnungen mit Umkehr der Steuerschuld landen von allein in den richtigen Feldern — genau dort passieren die meisten Fehler.

Der Schlüssel ist, die Daten regelmäßig einzutragen...