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Metallbau

Das Geländer baust du in der Werkstatt, passen soll es an einen Bau, der am Tag des Aufmaßes noch nicht fertig ist. Dazwischen steht die Verzinkerei, deren Termin dir nicht gehört.

Wie abgerechnet wird

Geländer und Handläufe laufen in laufenden Metern, Tore, Pforten und Türen nach Stück, Stahlkonstruktionen in Kilogramm oder Tonnen, Überdachungen und Gitter in Quadratmetern, Treppen nach Stufen oder nach Stück. Vorfertigung in der Werkstatt und Montage auf der Baustelle sind zwei verschiedene Positionen mit zwei verschiedenen Sätzen. Der Korrosionsschutz — Feuerverzinken oder Pulverbeschichten — ist eine Fremdleistung: eigener Preis, eigener Transport, eigener Termin, auf den du keinen Einfluss hast. Flächen und Kubaturen rechnest du im Programm selbst aus: du gibst die Maße Bauteil für Bauteil ein, benennst jede Messung auf deine Art, und die Summe wandert als fertige Position samt Aufstellung ins Angebot — man sieht, woher die Zahl kommt.

Was auf dem Papier verschwindet

Verloren geht das Aufmaß auf der Baustelle. Die Konstruktion soll auf den Millimeter passen, also misst du erst, wenn der Rohbau steht — eine eigene Fahrt, ein eigener Tag und ein eigenes Risiko, denn bessert der Maurer die Wand nach deinem Aufmaß nach, geht das Element nicht rein. Verloren geht das Warten auf die Verzinkerei: die Teile fahren hin, liegen dort und kommen zurück, und du kannst den Auftrag in dieser Zeit nicht schließen. Verloren gehen Transport und Abladen, Chemieanker, Zuschnitt und Schweißen vor Ort. Und verloren gehen die Nacharbeiten hinter anderen — die Öffnung fünf Zentimeter daneben gestemmt.

Rechne selbst nach

Nimm die letzte größere Konstruktion. Teil die Stunden auf zwei Haufen: Werkstatt und Baustelle. Sieh im Angebot nach, ob sie getrennt stehen oder in einer Position „Herstellung und Montage" verschmolzen sind. Rechne die Tage dazu, an denen das Teil in der Verzinkerei lag, und die zweite Fahrt zum Aufmaß, falls es sie gab. Mal der Zahl solcher Arbeiten im Jahr — das ist kein Verlust am Stahl, sondern an der Zeit zwischen Werkstatt und Baustelle.

Fünf Minuten am Tag

Die Maße von der Baustelle gleich an der Wand eingetragen, zusammen mit einem Foto der Montagestelle. Ein Foto der Verankerung, bevor Putz oder Estrich sie zudecken — beim Geländer ist das der einzige Beleg dafür, wie es befestigt ist, und die Frage kommt nach dem ersten Unfall. Werkstattstunden getrennt von den Stunden auf der Baustelle. Abends: Stahllieferungen, Versand zur Verzinkerei, verbrauchte Anker.

Was das Programm für dich im Blick behält

Im Metallbau arbeitest du fast immer für eine Baufirma, also ist die Steuerschuldnerschaft nach §13b die Regel — das Programm setzt sie selbst und achtet auf die §48b-Bescheinigung, ohne die dein Auftraggeber fünfzehn Prozent einbehalten muss. Es achtet auf die Abschlagsrechnungen, denn den Stahl kaufst du am Anfang und die Verzinkerei zahlst du, bevor der Kunde dich bezahlt. Material und Fremdleistungen, die du auf den Auftrag ausgibst, stehen an diesem Auftrag, also siehst du die echten Kosten der Konstruktion und nicht nur den Stahl. Es achtet auf die Gewährleistungsfristen — beim Vertrag nach VOB/B lässt es weniger als vier Jahre nicht zu, beim BGB-Werkvertrag weniger als fünf. Zusätzliche Arbeiten führt es als Nachtrag mit Ankündigungsdatum.

Zum Jahresende

Stahl, Fremdleistungen, Werkstatt- und Montagestunden, Transport — alles an den Aufträgen erfasst. Die Jahresrechnung und die Umsatzsteuer-Voranmeldung lesen fertige Zahlen, und Rechnungen mit Steuerschuldnerschaft landen von selbst in den richtigen Feldern.

Entscheidend ist die Regelmäßigkeit der Eingaben — Werkstattstunden getrennt von der Montage zeigen, wo du wirklich verdienst.