SHK
Die Arbeit steckt in den Rohren, das Geld im Material. Schief geht die Rechnung selten an der Arbeitsstunde — sondern an dem, was du aus dem Auto holst.
Wie abgerechnet wird
Der Kesseltausch läuft pauschal, die Störung beim Kunden nach Stunden, die Wartung einmal im Jahr zum eigenen Satz. Dazu Anfahrt, Kleinmaterial, Entsorgung des Altgeräts und beim Nachteinsatz der Zuschlag. Jede dieser Positionen hat ihre eigene Einheit — Angebot und Rechnung sehen so aus, wie du im Auto rechnest, nicht wie eine Tabelle aus dem Büro. Flächen und Kubaturen rechnest du im Programm selbst aus: du gibst die Maße Trassenlängen und Raumflächen ein, benennst jede Messung auf deine Art, und die Summe wandert als fertige Position samt Aufstellung ins Angebot — man sieht, woher die Zahl kommt.
Was in den Papieren untergeht
Material macht 40 bis 55 Prozent des Auftragswerts aus — der größte Posten der ganzen Rechnung. Und meist der, den niemand einem konkreten Auftrag zuordnen kann: jeder Großhändler hat ein anderes Rechnungsformat, andere Nummern und andere Namen für denselben Winkel. Das Zweite sind die kleinen Einsätze. Eine Stunde am Dienstag, eine Dichtung und zwei Fittings aus dem Auto — und nichts davon steht auf einer Rechnung, weil sich freitags niemand mehr erinnert.
Rechne selbst, was es kostet
Nimm den letzten Monat. Wie oft bist du „nur mal schauen" rausgefahren? Wie oft hast du ein Teil aus dem Auto genommen, ohne es irgendwo zu notieren? Zähl allein die Anfahrten — zu deinem Satz, nicht zu einem fremden. Dann mal zwölf. Das Material, das dein Lager verlassen hat und auf keiner Rechnung wieder auftaucht, hast du selbst bezahlt.
Fünf Minuten am Tag
Den Artikelkatalog spielst du einmal ein — mit der Datei deines Großhändlers, ohne Abtippen. Einen kleinen Einsatz schließt du ohne Angebot ab, direkt als Auftrag. Abends dann: Stunden auf den Auftrag, Material aus dem Lager auf denselben Auftrag, ein Foto vom Beleg für das, was du unterwegs dazugekauft hast. Der Materialpreis wird im Moment der Ausgabe eingefroren — die Kosten deines Auftrags ändern sich nicht, wenn der Großhandel morgen die Preise anhebt.
Worauf es für dich aufpasst
Arbeitest du für einen Generalunternehmer, stellt das Programm die Umkehr der Steuerschuld nach §13b selbst ein — und unterscheidet, was auch die Ämter unterscheiden: die Reparatur über 500 € netto ist eine Bauleistung, die reine Wartung dagegen nur dann, wenn Teile ausgetauscht wurden. Es achtet auch auf deine gültige §48b-Bescheinigung: ohne sie muss dein Auftraggeber 15 Prozent einbehalten und ans Finanzamt abführen. Die Stunden deiner Leute laufen mit Nacht- und Sonntagszuschlag auf den Auftrag, und der Kunde unterschreibt den Stundennachweis.
Zum Jahresende
Gestellte Rechnungen, gesammelte Belege und ausgegebenes Material laufen ohne Abtippen in die EÜR und in die Umsatzsteuer-Voranmeldung. Rechnungen mit Umkehr der Steuerschuld landen von allein in den richtigen Feldern — genau dort passieren die meisten Fehler.
Der Schlüssel ist, die Daten regelmäßig einzutragen...

